Breitling – Uhrenmarke mit Tradition

Die holde Damenwelt hat das Privileg, sich den Kleiderschrank oder auch das ganze Haus mit Klamotten voll zu stopfen, ohne das auch nur ein Stück Stoff einem anderen gleicht. Bei Männern ist das nicht so einfach. Mal ganz ehrlich: Schuhe, Hose, Hemd, Anzug – richtig viel Individualisierungspotential bietet das nicht.Daher haben die Männer eine andere Domäne, die gleichzeitig als Statussymbol wie auch als Differenzierungsmerkmal fungiert – die Armbanduhr.

Jeder modebewusste Mann trägt gerne eine schicke, solide, wenn es der Geldbeutel hergibt am besten auch noch hochwertige und meistens recht große Armbanduhr. Und wenn man über hochwertige und vor allem ansehnliche Herrenuhren redet, dann gehört in den gleichen Atemzug auch die Marke Breitling. Die Franzosen fertigen zwar auch Damen-Uhren, aber mal ganz ehrlich: die wirklichen Hingucker sind die Modelle für den Herrn von Welt, wie auch die Unternehmensgeschichte zeigt.

Ganz besonders hervorzuheben ist dabei die Chronographen-Funktion, die eine Erfindung von Breitling aus dem Jahre 1915 ist und heute viele Uhrenmodelle ziert.

Breitling Navi-Timer

Seit dem Jahr 1936 fliegt übrigens auch die Royal Airforce mit Borduhren aus dem Hause Breitling. Nur sechs Jahre später rüstet dann die US Army Air Force ihre Streitkräfte mit einem Modell namens Chronomat (inklusive Rechenschieber) aus.

Weithin bekannt wurde Breitling durch ihre Fliegeruhr Navitimer, die den Piloten Berechnungen wie Spritverbrauch, Flugraten, Geschwindigkeiten, etc. berechnen lassen konnte.

1969 stattet Breitling seine Chronographen mit einem automatischen Aufzug aus und gilt damit auch auf diesem Gebiet als Pionier, obwohl auch der Hersteller Zenith-Movado diesen Titel für sich beanspruchen will.

1979 schließt das Unternehmen seine Pforten und verkauft die Namens- und Markenrechte an den Unternehmer Ernest Schneider, der das Unternehmen 1982 wiederbelebt und maßgeblich am erneuten Aufschwung der Chronographen beteiligt ist.

1995 gelingt ein weiterer Meilenstein, als Breitling eine Flieger-Uhr vorstellt, die ein Notrufsignal auf der für den internationalen Flugverkehr wichtigen Frequenz 121,5 MHz senden kann.

Bevor eine Breitling-Uhr am Handgelenk eines Kunden landet, wird sie übrigens harten Tests unterzogen – und zwar jedes einzelne Uhrwerk. Der COSC genannte Test zur Chronometerprüfung dauert satte 15 Tage und lässt die Uhren beispielsweise verschiedene klimatische Bedingungen durchlaufen. Eine minimale Gangabweichung wird dabei akzeptiert.

PS: Übrigens war Breitling auch schon im All. 1962 flog Scott Carpenter an Bord der Aurora 7 um die Erde – mit einer Breitling Cosmonaute am Arm.

Scott Carpenters Cosmonaute

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