Dortmunder Ausstellung präsentiert die 1920er Jahre

07_UnbekannterKnstler_ModezeichnungmitAbendkleidung2_tnKommen die 1920er Jahre wieder zurück? In der Ausstellung „Pailletten – Posen – Puder“ werden nicht nur die immer kürzer gewordenen Kleider und Röcke gezeigt, sondern auch die Pflegeprodukte dieser Zeit. Dieses Jahrzehnt war in jeder Hinsicht von großer Bedeutung für die Menschen. Insbesondere konnten die Frauen ihre Stellung in der Gesellschaft behaupten.

Die „goldenen Zwanziger“, wie diese Zeit genannt wird, war voller Revolutionen für die Frauen. In diesem Jahrzehnt emanzipierten sich die Frauen, einschneidende Veränderungen in der Mode ergaben sich. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es Zeit, neue Wege zu beschreiten. Aus den Kleiderschränken wurden die Korsetts verbannt, die alles andere als angenehm zu tragen waren. Endlich konnte tief durchgeatmet werden.

gal_HaaseWerkenthin_tnHatten die Frauen einmal diesen Weg beschritten, so blieben sie nicht stehen, sondern setzten neue Maßstäbe in der Modewelt. Eine der Verantwortlichen der Mode war in den goldenen Zwanzigern die Designerin Coco Chanel. Es wurden fließende Materialien für die neue Kleidung verwendet und die Röcke wurden immer kürzer. Die ersten Hosen und Hosenanzüge trugen die Frauen auf den Straßen, bis dahin war das unvorstellbar.

Die Ausstellung in Dortmund über Mode und Kosmetik der 1920er Jahre wurde am 22. August 2009 eröffnet. Wer sich für den Stil dieses Jahrzehnts interessiert, kann die Ausstellung noch bis zum 25. Oktober 2009 besuchen. Die Ausstellung „Pailletten – Posen – Puder“ wird im Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert. Die Mode und Kosmetik kann von dienstags bis freitags und am Sonntag in der Zeit 10.00 bis 17.00 Uhr und samstags von 12.00 bis 17.00 Uhr bewundert werden.

Ebenfalls wurde in den goldenen Zwanzigern mehr Wert auf die Körperpflege gelegt, aber genauso wurde die Schönheitspflege betrieben. Es war KB3HerbertMochoLippOz139_13Bildergalerie_tndie Zeit, in der das erste Mal über diese Dinge in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Die Folge daraus war, dass vermehrt Produkte in dieser Richtung produziert und angeboten wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und besonders im  ersten Weltkrieg, gab es in Bezug auf Cremes und Co. nur eine beschränkte Auswahl. Das änderte sich schlagartig in den 1920er Jahren, Frauen stellten auf einmal ganz neue Anforderungen an die Körper- und Schönheitspflege.

Diese Emanzipation der Frauen wird in der Dortmunder Ausstellung präsentiert und ein Besuch ist mit Sicherheit lohnenswert. Die Veränderungen in der Mode und der Kosmetik öffneten der Industrie neue Wege.

Quelle Fotos: http://www.smb.museum/smb/home/index.php

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