Escada kündigt hohe Verluste an

Der Münchener Modekonzern Eccada konstatiert für das am 31. Oktober zu Ende gehende Geschäftsjahr hohe Verluste. Der Jahresfehlbetrag werde mindestens auf der Höhe des Vorjahres von 26,8 Millionen Euro liegen. Ein erheblicher Umsatzrückgang kennzeichnet die kritische Situation. In der Geschäftsführung weiß man, dass es bis zu einer Tendenzwende noch etwas dauern wird. “Ein positiver Trend ist durch den zeitlichen Vorlauf in der Mode frühestens mit der Herbst/Winter-Saison 2009 erreichbar”, sagt Vorstandsvorsitzender Bruno Sälzer. Der seit Juli 2008 amtierende neue Chef gibt offen zu, dass die Kollektionen einer deutlichen Revision bedürfen: “Die ersten neun Monate zeigen deutlich den Handlungsbedarf bei Escada.” Der geforderte Umbruch ist bereits im Gange; die Designer zerbrechen sich den Kopf für Neues. Mit flotten Kreationen soll künftig eine breite Kundenklientel gewonnen werden.

Die gegenwärtige Schieflage findet auch Ausdruck im niedrigen Aktienkurs. Das Escada-Papier ist nur noch ein Drittel dessen wert, was es vor einem Jahr kostete. Für das Jahr 2007/2008 werden die Aktionäre keine Dividende erhalten.

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