Grüne Mode vom Quereinsteiger
Dass es in vielen Branchen üblich ist, als Quereinsteiger anzufangen und auch erfolgreich sein zu können, ist allgemein bekannt. Doch gerade in der Modewelt sollte dies eigentlich nicht möglich sein, so zumindest war es bisher. Das Bild hat sich mit dem Drehbuchautor und Regisseur Max Osterweis deutlich gewandelt.
Denn mit der Anfang diesen Jahres präsentierten Kollektion seines Modelabels Suno hat Osterweis, der aus San Francisco stammt, einen wahren Durchbruch geschafft. Das bei der Präsentation anwesende Publikum war sofort begeistert, die Kollektion wurde postwendend bei world-of-eco-fashion.de aufgenommen, die die größte deutschsprachige Sammlung grüner Mode darstellt.
Dort angekommen wurden auch Fragen nach dem bisherigen Werdegang Osterweis´ laut. Dieser bestätigte, dass er den Kontinent Afrika seit jeher liebte. Eher aus Liebhaberei, denn aus Geschäftssinn begann er vor über zehn Jahren, verschiedenste Stoffe aus Afrika mitzubringen, sie alle waren sehr traditionell gehalten. Im Laufe der Zeit wurde der Wunsch bei Osterweis immer größer, aus den Stoffen etwas zu machen.
Im letzten Kenia-Urlaub bemerkte Osterweis, dass die hiesige Textilindustrie nahezu am Boden zerstört war. Er hatte im Laufe der Jahre unzählige Kangas gesammelt, 1.000 davon stellte er zwei örtlichen Textilbetrieben zur Verfügung. Seine Vision war es, das westliche Design mit dem künstlerischen Talent des schwarzen Kontinents zu verbinden. Die beiden Textilbetriebe sollten nun nach Osterweis´ Entwürfen Kleider, Röcke, Shirts und Co. nähen.
Schon bald wurde die erste Kollektion fertig. Sie besticht mit Paisley-Mustern und naturalistischen Motiven. Außerdem werden geometrische Figuren, Staatsflaggen und Geldscheine als Motive verwendet. Oster
weis besinnt sich in seiner Kollektion aber genauso auf die Ursprünge der Mode in Afrika. So wurden einige Stücke mit in die Kollektion aufgenommen, die mit Suaheli Aphorismen bedruckt sind. Diese wurden einst von den Afrikanern getragen, um Informationen an andere Dorfbewohner weiter zu geben.
Mittlerweile hat das Label Suno bereits prominente Kundschaft, wie Michelle Obama, die sich über die farbenfrohen Designs freuen. Auch die Preise liegen durchaus im Bereich des Möglichen, die Teile kosten zwischen 85 und 650 Dollar.
Osterweis will mit seinem Label vor allem für eines sorgen: Die Verbindung westlicher Kulturen und afrikanischer Künste, sowie die Unterstützung sozialer und fairer Produktionsbedingungen. Dazu bekennen sich bisher nur wenige Designer in diesem Bereich der Mode.
Quelle Fotos: http://www.sunony.com/


