“Leben hat Gewicht” –
eine neue Initiative gegen Magersucht

Dünne Arme und Beine, die aus Couture-Kleidern hervorschauen, Mädchenkörper mit spitzen Beckenknochen – so präsentieren sich nicht wenige Models auf den Laufstegen. Leider nehmen sich viele junge Frauen diesen Figurtypus zum Vorbild und gefährden durch Schlankhungern ihre Gesundheit. Dem will die Initiative “Leben hat Gewicht” der Bundesregierung wirksam vorbeugen.  Die Industrie unterstützt die Initiative und hat ihre Mitwirkung in der ”Nationalen Charta der deutschen Textil- und Modebranche” verbindlich definiert.

Der wichtigste Aspekt der Charta besagt, dass künftig krankhaft unterernährte Models nicht mehr eingesetzt werden. Vereinbart wurde, dass für Models die Mindest-Kleidergröße 36, ein Body-Mass-Index von mindestens 18,5 und das Mindestalter von 16 Jahren gelten sollen.

Außerdem erklärt sich die Textil- und Modebranche bereit, zur Aufklärung und Prävention von Essstörungen beizutragen. Als Ziel wurde ausgegeben, “einen Prozess des Umdenkens bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Bezug auf geltende Schönheitsideale in Gang zu setzen.” In der Charta erkennt die Branche ausdrücklich an, “dass die Vermittlung eines gesunden Körperbildes und modische Kreativität und Vielfalt keine Gegensätze darstellen.”

In ihrem Vorwort zur Charta lobt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die Modeindustrie für ihr deutliches Signal. Die Ministerin erwartet, dass andere diesem Vorbild folgen werden. Wie beispielsweise die Lebensmittelindustrie dieses Signal registrieren und reagieren wird, bleibt abzuwarten.

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