Deuter

Capture17.06.2009-17.41.00Das Label Deuter ist untrennbar mit „Outdoor” verknüpft, denn hier ist praktisch alles von Rucksack bis Zelt erhältlich, was für den Aufenthalt draußen praktisch und nutzbar ist.

Seinen Werdegang begonnen hat das Label Deuter im Jahr 1898 durch den Firmengründer Hand Deuter, der damals allerdings noch nicht an Sport oder Outdoor dachte, sondern schlichtweg die königlich-bayerische Post mit praktischen und haltbaren Postsäcken ausstattete und auch Briefbeutel für entsprechende Transporte herstellte.

Schon im Jahr 1910 wurde die Produktion von Deuter deutlich ausgeweitet, denn nun wurde auch das Heer mit Produkten des heute sehr bekannten Labels ausgestattet. Vom Tornister über Rucksäcke und Brustbeutel bis hin zu Stallzelten fand eine große Produktion statt, die sowohl Firmen, das Heer und bei Bedarf auch Privatleute mit entsprechenden Produkten ausstattete.

Capture17.06.2009-17.41.28Im Jahr 1919 wird schließlich die Sackfabrik bei Deuter ausgegliedert und die Produktion konzentriert sich nun ausschließlich auf Koffer, Rucksäcke, Zelte sowie Waggondecken. Auch Zelte können jetzt von Deuter angemietet werden, die nun über einen Zeltmietbestand von rund 10.000 qm verfügen. Im gleichen Jahr finden auch die Zelthallen von Deuter auf dem Oktoberfest erstmals Verwendung.

Eine Himalaja-Expedition im Jahr 1934 brachte Deuter-Rucksäcke erstmals im Bereich des Bergsteigens zum Einsatz. Das Rucksackmodell Deuter TAUERN wurde durch diese Expedition bekannt und entwickelte sich in den nachfolgenden 30 Jahren zu einem echten Verkaufshit. Weitere Bekanntheit erlangten die Rucksäcke aus dem Hause Deuter dann im Jahr 1938 bei der Besteigung der Eiger-Nordwand, bei der Anderl Heckmair mit einem Rucksackmodell von Deuter ausgestattet gemeinsam mit seinen Seilschaftsmitglieder die Wand bestieg und Deuter somit weitere Popularität bescherte.

Capture17.06.2009-17.40.37Während des Zweiten Weltkrieges musst Deuter dann seine Konzentration wieder verstärkt auf die Ausstattung des Heeres lenken und sowohl Zelte als auch Rucksäcke für die im Einsatz befindlichen Soldaten fertigen. Im Jahr 1953 war es dann erstmals wieder eine Expedition, für die Deuter Hermann Buhls für die Erstbesteigung des Nanga Parbat mit Zelten, Rucksäcken und Tragesäcken ausstattete.

1957 wird das ehemalige Familienunternehmen Deuter dann in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die korrekte Bezeichnung des Unternehmens lautet nun „Deuter Industriewerke AG Augsburg“.

Schon im Jahr 1971 hatte sich Deuter zum Marktführer im Bereich der Rucksäcke-, Koffer- und Taschenfabrikation entwickelt und im Jahr 1972 konnte Deuter bereits zum vierten Mal die Olympiamannschaft werbewirksam ausstatten.

Der so genannte Deuter Airkomfort wird im Jahr 1985 auf den Markt gebracht und stellt eine Revolution im Bereich der Rucksäcke dar, denn nun wird nicht nur auf großes Packvolumen, sondern auch auf höchstmöglichen Tragekomfort durch entsprechende Belüftung gesetzt. Ein weiteres Novum von Deuter ist die Kindertrage.

Quelle Fotos: http://www.deuter.com/