Der Smoking – Elégance par excellence
Auch Männer haben es nicht leicht bei der Wahl des richtigen Outfits. Festliche Veranstaltungen haben nunmal ihren eigenen Dresscode. Da kann es doch recht peinlich werden, wenn der Anzug legere gewählt wurde, während alle anderen im Smoking erscheinen. Es ist halt doch ein Unterschied, ob man zu einer Hochzeit, einem Dinner oder einer Preisverleihung geht.
Doch erstmal eine erstaunliche Erklärung zum Namen Smoking, denn er leitet sich vom englischen “Smoking Jacket” ab, was so viel wie Rauchjackett heisst. Er war also im ursprünglichen Sinne eine Anzugjacke, welche im Raucherzimmer getragen wurde, wenn man gemütlich eine rauchen ging.
Steht auf einer Einladungskarte der Dresscode “White Tie“, so ist das eine Aufforderung zum Frack tragen. Eventuell wird sogar der Zylinder gefordert. Der Smoking wird verlangt, wenn als Dresscode der “Black Tie” angegeben ist.
Das Einstecktuch, das in die Brusttasche gesteckt wird, nennt sich Pochette und kommt aus dem Französichen. Wie es gefaltet wird bleibt jedem selbst überlassen und ist Geschmackssache. Farbliche sollte es auf den Kummerbund, die Weste oder die Fliege abgestimmt sein.
Am Kläppchenkragen erkennt man das klassische Frackhemd. Bei diesem Kragen sind die vorderen Ecken nach unten geklappt, weshalb er auch den Namen Eckenkragen trägt. Karl Lagerfeld ist berühmt für seine Leidenschaft zu diesem Kragen, denn er trägt stets eine sehr grosse Variante. Umgangssprachlich sagt man auch Vatermörde.
Der meistens aus Seide bestehende Seitenstreifen auf der Hose ist der Galon. Er sitz auf den Seitennähten, ein Streifen bei der Smokinghose, zwei Streifen bei der Frackhose.
Ein sogennanter Plastron macht das edle Outfit dann wirklich perfekt. Er ist eine breite Seidenbinde, die man Stelle einer Fliege tragen kann. Beide Enden werden kreuzweise übereinandergelegt und dann von einer Perlnadel fixiert. Er kam etwa um 1860 auf.
Wer keine Weste tragen möchte, der kann auch zum Kummerbund greifen. Der sollte die Farbe der Fliege haben und hat sogar einen praktischen nutzen. In seinen Falten lassen sich zum Beispiel Opernkarten gut verstecken. Der Name kam vom hinduistischen “Kamarband” welches englische Soldaten welteit bekannt machten.
Wer wirklich Stil hat mischt auf gar keinen Fall Metallfarben. Das heisst, dass die Arbanduhr, die Manschettenknöpfe und die Gürtelschnalle aufeinander abgestimmt werden. Gold und Silber mischen wirkt nicht so gut.
Wer wert auf Eleganz legt, der darf auf gar keinen Fall auf den Binder verzichten. Der Querbinder ist die Fliege oder Schleife, der Langbinder der Schlips oder die Krawatte.


