Kaschmir – warum ist diese Wolle so teuer?

Kaschmir-Pullover fühlen sich gut an, sind warm, weich und … teuer! Aber warum eigentlich? Ist Kaschmir wirklich sein Geld wert? Ja, denn die Luxusversion der guten alten Wolle ist in der Gewinnung für die Herstellung sehr aufwändig. Man kann sie halt nicht einfach vom Baum pflücken oder vom Schaf runter scheren.

Der Träger dieses Materials ist die Kaschmirziege. Nur das Unterfell dieser Tiere wird zur Herstellung verwendet, und davon auch nur die feinsten Haare. Nach dem Auskämmen werden diese tatsächlich erst noch sortiert. Das hat zur Folge, dass nur die Hälfte der ausgekämmten Haare überhaupt zur Herstellung des Kaschmirgarns genutzt wird. Mal abgesehen davon, dass eine Ziege pro Jahr eh nur 200 bis 300 Gramm an Unterfell produziert.

Deswegen wird dann später auch nicht selten mit anderen Fasern gemischt. Sehr beliebt hierfür sind Seide und Merinowolle. Teilweise findet auch die robuste Faser der Yaks (Hochlandrind) dabei Verwendung. Es gibt keine Garantie dafür, dass Kaschmir-Pullover zu 100% nur aus reinem Kaschmir bestehen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sie dann noch um einiges teurer wären. Wer nicht ganz so viel bezahlen möchte, der kann sich auch auf Schnäppchenjagd begeben.

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